8 Tipps für deine Yogapraxis bei Hitze
Sabine Willmann – Inhaberin des Santosa Yoga Studios in München-Giesing
Sommer, Sonne, warme Temperaturen – eigentlich die perfekte Zeit, um das Leben zu genießen. Aber wie fühlt sich Yoga bei Hitze an? Muss die Yogapraxis im Sommer anders aussehen als im Winter? Und welche Yoga-Übungen sind bei hohen Temperaturen besonders angenehm?
Du musst im Sommer nicht auf Yoga verzichten.
Im Gegenteil. Die warme Jahreszeit kann eine wunderbare Gelegenheit sein, deine Yogapraxis bewusster, leichter und achtsamer zu gestalten.
Denn Yoga bedeutet nicht, jeden Tag das gleiche Programm durchzuziehen. Yoga bedeutet auch, wahrzunehmen, was dein Körper gerade braucht – und die eigene Praxis daran anzupassen.
Wir haben 8 Tipps für Yoga im Sommer und bei Hitze für dich zusammengestellt.
Wenn es draußen heiß ist, musst du deine Yogapraxis nicht unbedingt auf den Nachmittag legen.
Gerade an sehr warmen Sommertagen sind die frühen Morgenstunden oder der Abend oft angenehmer für Yoga. Am Morgen kannst du mit einer ruhigen oder dynamischen Praxis in den Tag starten, während eine entspannte Yogastunde am Abend dabei helfen kann, nach einem heißen und aktiven Tag wieder zur Ruhe zu kommen.
Mein Tipp: Hör auf deinen Körper statt auf die Uhr.
Wenn du morgens noch müde bist, darf deine Praxis langsam beginnen. Wenn du abends Energie hast, darf sie dynamischer sein. Yoga muss nicht immer nach einem festen Schema funktionieren.
Bei hohen Temperaturen arbeitet dein Körper bereits mehr, in dem er Temperaturen versucht auszugleichen. Das kann anstrengend sein, wenn es zu Hause in der Wohnung nicht richtig abkühlt, Busse & Trambahnen überhitzt sind, Räume mit Klimaanlagen überraschend kühl sind…
Deshalb muss eine Sommer-Yogastunde nicht automatisch besonders schweißtreibend sein. Vielleicht möchtest du an heißen Tagen etwas weniger intensiv praktizieren und dafür mehr Wert auf Beweglichkeit, bewusste Atmung und Entspannung legen.
Gerade Yin Yoga, ruhige Flows, Yoga & Meditation oder eine sanfte und bewusste Asanapraxis können im Sommer wunderbar sein.
Und an einem kühleren Sommertag darf es natürlich auch einmal ein kraftvoller Vinyasa Flow sein.
Die wichtigste Frage lautet:
Was brauche ich heute?
Nicht: Was müsste ich eigentlich schaffen?
Beim Yoga an heißen Tagen oder bei starker Hitze solltest du besonders darauf achten, ausreichend Flüssigkeit zu dir zu nehmen.
Am besten trinkst du bereits über den Tag verteilt regelmäßig Wasser und kommst nicht erst durstig zur Yogastunde. Achte darauf schon morgens deinen Körper ausreichend mit Flüssigkeit zu versorgen!
Nach einer schweißtreibenden Praxis ist es ebenfalls wichtig, deinen Flüssigkeitshaushalt wieder auszugleichen.
Dabei gilt: Jeder Mensch hat einen unterschiedlichen Flüssigkeitsbedarf. Besonders bei sehr hohen Temperaturen, intensiver körperlicher Belastung oder gesundheitlichen Besonderheiten solltest du auf die Signale deines Körpers achten.
Im Santosa Yoga haben wir im Sommer Eistee, Zitronen- & Minzwasser für dich vorbereitet. Natürlich kannst du auch jederzeit deine mitgebrachte Flasche mit frischen Münchner Leitungswasser bei uns auffüllen.
Vielleicht bemerkst du im Sommer, dass sich bestimmte Yoga-Übungen plötzlich leichter anfühlen.
Die Wärme kann dazu führen, dass sich dein Körper beweglicher anfühlt. Genau deshalb ist es aber wichtig, nicht automatisch tiefer in eine Haltung zu gehen.
Mehr Beweglichkeit bedeutet nicht, dass du weiter gehen musst.
Bleibe aufmerksam und respektiere deine persönlichen Grenzen. Besonders in intensiven Dehnungen sollte die Qualität der Wahrnehmung wichtiger sein als die Frage, wie weit du in eine Asana kommst.
Yoga ist kein Wettbewerb.
Auch nicht mit dir selbst.
Pranayama – die bewusste Arbeit mit dem Atem – ist ein wichtiger Bestandteil der Yogapraxis.
Im Sommer kann es besonders angenehm sein, den Atem bewusst zu beobachten und eher ruhige Atemübungen in die Praxis einzubauen.
Wenn es sehr heiß ist, solltest du allerdings auf sehr aktivierende Atemtechniken verzichten oder sie entsprechend anpassen, wenn sie dich zusätzlich aufheizen oder belasten. Probier doch einfach mal kühlende und entspannende Atemtechniken, wie Sitali oder das Bienensummen Brahmari aus.
Eine einfache Möglichkeit ist, dich für einige Minuten bequem hinzusetzen und einfach deinen natürlichen Atem wahrzunehmen:
Einatmen. Ausatmen. Beobachten. Nichts erzwingen.
Manchmal ist genau das die beste Sommerpraxis.
Vielleicht ist das einer der wichtigsten Tipps für Yoga im Sommer:
Du musst nichts erzwingen.
Wenn dir schwindelig wird, du dich ungewöhnlich erschöpft fühlst, Kopfschmerzen bekommst oder dein Kreislauf nicht mitmacht, unterbrich deine Praxis und gönne dir eine Pause.
Auch eine kurze Yogapraxis ist eine Yogapraxis. Es müssen nicht immer 90 min sein!
Vielleicht reichen an einem heißen Tag zehn Minuten auf der Matte, die du bewusst gestaltest:
Das Ziel ist nicht, möglichst viel Yoga zu machen.
Das Ziel ist, Yoga so zu praktizieren, dass es dir guttut.
Yoga draußen kann im Sommer wunderschön sein.
Im Park, im eigenen Garten, auf dem Balkon oder vielleicht sogar im Urlaub am See – die Verbindung von Bewegung, Atem und Natur schafft eine ganz besondere Atmosphäre.
Wenn du draußen Yoga praktizierst, solltest du allerdings einen möglichst schattigen Platz wählen und die direkte Mittagssonne vermeiden, so wie bei unserem Outdoor Yoga im August.
Und manchmal ist der beste Ort für deine Sommer-Yogapraxis eben doch ein angenehm temperierter Raum.
Sommer bedeutet nicht automatisch Entspannung.
Auch im Sommer kann unser Alltag voll sein: Reisen planen, arbeiten, Familienzeit, lange Abende, Veranstaltungen, Sport und viele soziale Aktivitäten.
Gerade dann kann Yoga eine kleine Insel im Alltag sein.
Eine Stunde, in der du nicht funktionieren musst.
Eine Stunde, in der du deinen Körper spürst.
Eine Stunde, in der dein Handy keine Rolle spielt.
Und vielleicht ist das die schönste Seite von Yoga im Sommer:
Du musst nirgendwohin. Du darfst einfach ankommen.
Nimm Dir ganz bewusst Zeit für Dich! Bewegen, atmen & entspannen
Es gibt nicht DIE EINE perfekte Sommer-Yogapraxis.
An manchen Tagen möchtest du dich bewegen, Kraft aufbauen und Energie spüren. An anderen Tagen brauchst du Ruhe und Regeneration.
Bei uns im Santosa Yoga München findest du deshalb unterschiedliche Yoga-Stile – von Vinyasa und Anusara Yoga bis Yin Yoga, Meditation und Pranayama. So kannst du deine Praxis immer wieder an deine Bedürfnisse und deine Tagesform anpassen.
Für mehr Energie
Dynamische Yoga-Stile wie Vinyasa Yoga können dir helfen, deinen Körper zu bewegen und bewusst Energie zu spüren.
Für Ruhe & Regeneration
Yin Yoga und ruhigere Yogaeinheiten bieten Raum zum Loslassen, Nachspüren und Entspannen.
Du bist im Sommer in München und möchtest deine Yogapraxis nicht unterbrechen?
Dann komm zu uns ins Santosa Yoga München in Giesing.
Bei uns findest du ein vielfältiges Angebot für unterschiedliche Bedürfnisse und Yoga-Erfahrungen – ganz egal, ob du gerade erst mit Yoga beginnst oder schon lange praktizierst.
Zum aktuellen Kursplan von Santosa Yoga
Und wenn du Yoga im Sommer einmal besonders intensiv erleben möchtest, findest du bei uns regelmäßig Workshops und Specials zu verschiedenen Themen rund um Yoga, Meditation und persönliche Entwicklung.
Yoga Workshops & Specials entdecken
Wenn du nicht zu uns in Santosa Yoga kommen kannst, nutz doch einfach unsere umfangreiche Yoga Videothek und wähle zwischen kurzen 5-10 min Einheiten oder ausführlichen Yogastunden mit 60 – 90 min.
Vielleicht möchtest du dir für diesen Sommer einen kleinen Satz mit auf die Matte nehmen:
„Ich muss nicht mehr tun. Ich darf wahrnehmen, was ich brauche.“
Denn genau darum kann Yoga im Sommer gehen.
Um weniger Druck.
Mehr Leichtigkeit.
Mehr Körperbewusstsein.
Und darum, die eigene Praxis immer wieder neu an das Leben anzupassen.
Wir wünschen dir einen wunderschönen Yoga-Sommer – auf der Matte, im Park, am See, im Urlaub oder einfach dort, wo du gerade bist.
Über die Autorin:
Sabine Willmann ist die Leiterin des Santosayoga-Studios in München-Giesing. Sie ist fest davon überzeugt, dass Yoga glücklich und zufrieden macht. Sie liebt es ihre Yogamatte im eigenen Garten auszurollen und dabei den Blick ind en Himmel zu genießen.